• Herr Tourer

Etappe 7: Briksdal Gletscher


Wir fahren in Richtung Briksdal-Gletscher und parkieren bei der Briksdalsbre Fjellstove auf dem grossen Parkplatz. Von dort unternehmen wir, wieder im Regen, eine kleine Wanderung. Die grünen "Troll"-Autos bringen die Kreuz- und Busfahrer in die Nähe des Gletschersees und ziehen an uns vorbei. Wir lassen uns nicht stören und wandern voller Vorfreude zur Gletscherzunge, immer entlang des Flusses mit seinen schönen Wasserfällen und Gischtwolken. Die meisten Touristen wandern nicht den letzten Kilometer und begnügen sich mit einem schnellen Foto aus der Ferne, sodass wir den See fast alleine geniessen konnten.

Aber oje, seit unserem letzten Besuch vor 10 Jahren ist der Gletscher massiv zurückgegangen, das ist ziemlich erschreckend. Dennoch ist es spannend, das Eis zu sehen und die Kälte zu spüren. Just als wir da sind, fallen auch noch zweimal Eisbrocken mit lautem Donnergrollen herunter.

Vor 10 Jahren sah es noch so aus ....

Am Abend finden wir einen ganz hübschen Campingplatz am See Oldevatnet. Unser Tourer sieht jetzt aus wie eine Wäschekammer, aber die Sachen trocknen - auf dem Armaturenbrett liegend - schnell. Endlich, am anderen Tag zeigt sich zunächst zaghaft, später deutlicher die Sonne. Das wär doch was zum Schlauchbootfahren. Herr und Frau Tourer zieren sich … schliesslich ist das Wasser eisig kalt, die Lufttemperatur irgendwo zwischen 5 - 10°C. Die Jung-Tourer stürmen und drängeln … zum Glück: endlich packen wir das Boot aus, blasen es auf und wagen die erste Tour auf dem See. Hui, das macht Spass. Es ist so lustig, dass noch 4 - 5 weitere Fahrten folgen. Wir werden immer mutiger, Jung-Tourer immer geschickter mit dem Rudern und auch Jüngst-Tourer schafft es, das Boot in Bewegung zu bringen.

Das war ein richtig toller Tag. Herr und Frau Tourer beschliessen, das am Abend mit einer feinen Flasche aus der Steiermark zu begiessen, schliesslich haben wir eine tolle Sitzbank direkt vor dem Tourer am See.

Aber wir haben die Rechnung ohne Kuschel-Camper gemacht. Obwohl der Platz wieder fast leer ist (am Tag waren wir das einzige Womo) stellt er sich mit seinem Wohnwagen nur zwei Meter neben uns. Nicht genug, er nimmt auch „unseren" Tisch in Beschlag und isst dort zu Abend. Scheinbar sind für für andere Camper beliebt ;-) Zunächst bleibt uns die Spucke weg, später amüsieren wir uns darüber. Der Abend wird schön mit unserem „Eis-Wein“ (es hat draussen höchstens 5° C - da müssen wir jetzt durch), wir haben uns einfach auf der anderen Seite des Tourers einen Platz gesucht.


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