• Herr Tourer

Þingvellir - Reykjavík


Anderntags gehts schliesslich nach Reykjavík, durch einen langen Tunnel hindurch und über „Autobahnen“. Auf dem Campingplatz Laugadalur herrscht nahezu grossstädischer Betrieb, aber auch das hat seinen eigenen Charme. Mit dem Stadtbus geht es dann ins Zentrum. Wir gönnen uns am Hafen feines Fish&Chips, besichtigen das neue und absolut tolle Walmuseum (es werden Modelle aller „isländischen Wale“ in Lebensgrösse gezeigt), das Maritime Museum (spannender Film und Ausstellung über die Geschichte und Rolle des Fischfangs), schlendern via Harpa und dann durch die Stadt, entlang unzähliger Souvenirläden. Mit dem Bus geht es zurück zum Campingplatz. Schliesslich erholen wir uns im riesigen Schwimmbad Laugardalslaug, das gleich neben dem Campingplatz liegt.

Auf den Bus am nächsten Tag warten wir vergebens, es ist Bank Holiday. Also machen wir uns zu Fuss auf in die Stadt. Die Sonne scheint, sodass perfekte Bedingungen für eine Besichtigung der Hallgrímskirkja herrschen. Die schlichte Kirche gefällt uns sehr gut. Wir fahren mit dem Lift auf den Turm und geniessen die Aussicht. Im Rathaus bestaunen wir anschliessend das Relief von Island und lassen verschiedene Erlebnisse Revue passieren. Begeistert sind wir von der Ausstellung zur geplanten Stadtentwicklung. Am Boden ist Reykjavik mit einem Holz-Modell angedeutet, an verschiedenen Stellen sind Modelle der Bauvorhaben abgebildet. Als passionierter Karton- und Legoarchitekt ist Jüngsttourer begeistert von den Modellen und erkennt einen neuen Berufswunsch. Schliesslich schlendern wir entlang dem Stadtsee, entdecken hie und da lustige Figuren auf den Verkehrsschildern und sinnieren darüber, wie sympathisch, quirlig und toll Reykjavik doch ist.

Im Nationalmuseum schliesslich lernen wir viel über die Geschichte Islands, angefangen bei den Wikingern bis hin zur Neuzeit. Die Ausstellung ist sehr gut gemacht, die Exponate (u.a. 1000-jährige Textilien !) eindrücklich. Die Jungtourer sind sehr interessiert und staunen. Genial ist auch die Kinderecke, die beide ausgiebig bespielen. Zum Mittag gibt es bei Bæjarins Beztu Pylsur die laut Reiseführer „besten“ Hotdogs von Reykiavik… na ja, die Meinungen hierüber gingen in der Familie auseinander. Frau Tourer wurde mit 3:1 überstimmt.

Über die Einkaufsstrassen geht es dann zurück. Wir staunen über die vielen tollen Design-Läden und wundern uns über die unzähligen Souvenir-Shops, die Waren mit teilweise völlig absurden Preisen anbieten. Wir erholen uns wieder im Schwimmbad und lassen uns in den vielen verschiedenen Hotpots gut gehen.

Citycard sei dank starten wir den Tag grad nochmals im Schwimmbad. Während die beiden Tage zuvor wegen den Feiertagen sehr viel los war, ist es heute nahezu leer. Nur einige Senioren treffen sich, ziehen ihre Bahnen im Schwimmbecken oder halten in den Hotpots ihren Morgenschwatz. So erheischen wir auch noch einen Eindruck vom sympathischen isländischen Stadtalltag. Gegen Mittag steuern wir das Perlan an. Das Museum ist noch stark im Aufbau und lockt uns daher nicht. Dafür gibt es ein schönes Café unter der Kuppel, bevor wir von Reykjavík und bald auch von Island Abschied nehmen.

Am Nachmittag fahren wir, via einem Abstecher bei der "Bridge between continents" auf der Reykjanes Halbinsel zum Campingplatz in Sandgerdi. Ein letzter Abend als Familie in Island, morgen früh um 5 Uhr müssen Frau Tourer und die Jungtourer zum Flughafen. Uns ist gar nicht froh zu Mute, der Abschied von Island fällt uns schwer.


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