• Herr Tourer

Etappe 8: Olden - Oslo


In der Nacht beginnt es wieder zu schütten, wir ziehen am nächsten Morgen weiter und besuchen das Gletschermuseum (Norsk Bre Museum) bei Fjærland. Wir fanden es nicht so toll wie erhofft. Leider konnten wir nicht die geplanten Gletschertouren ab Gjerde machen, da das Wetter zu schlecht war. So haben wir einen Grund, wieder mal nach Norwegen zu fahren.

Als nächste Station fahren wir zur Borgund-Stabkirche. Die Kirche hat uns und auch die Jung-Tourer sehr beeindruckt. Neben der Kirche gibt es im Besucherzentrum ein interessantes Museum und ein schönes Café.

Nach einer Übernachtung in der Nähe (Borgund Hyttesenter - nichts schönes) steht nochmals ein Fahrtag Richtung Oslo an. Aber Herr Tourer zaubert nach langem Suchen noch einen tollen Naturpark aus den Wundertüte, der fast auf der Strecke liegt. Der Langedrag Naturpark in Tunhovd ist relativ schlecht ausgeschildert, aber schliesslich über eine gut fahrbare Schotterpiste zu erreichen und wird vor allem von Norwegern besucht. Endlich, endlich können die Jung-Tourer Elche sehen, die wir bisher vermisst haben. Ausserdem gibt es Rentiere, Polarfüchse, Wölfe und Luchse zu bestaunen. Es ist ein toller Park, in wunderschöner Landschaft gelegen. Es hat auch einen Wohnmobilstellplatz, also auch etwas für das nächste Mal.

Die Fahrt nach Oslo ist dann noch wunderschön und abwechslungsreich. Sie führt über eine tolle Hochebene, irgendwo im Niemandsland abseits der Hauptroute, es gibt viele kleine Häuschen, Schafe auf der Strasse und die Farben der Weiden sind mal weiss, mal bordeaux-rot.

In Oslo übernachten wir mit 100 anderen Womos auf dem Stellplatz am Jachthafen (Sjølyst Marina Bobil parkering). Das ist tipptopp und hat sein eigenes Flair. Zum Glück besiegt Frau Tourer den Automaten für das Ticket. Der Platz liegt ideal für einen Besuch der Bygdoy Halbinsel. Es sind ca. 20 Minuten bis zu den Museen.

In Oslo bestaunen wir die Wikinger-Schiffe im Vikingskiphuset. Wir erfahren, dass die Planung für den Bau eines neuen Museums schon weit fortgeschritten sind.

Den Nachmittag verbringen wir im Norsk Folkemuseum. Es hat vielfältige Aktivitäten zu bestaunen und zum mitmachen: Tiere füttern, Kaffee rösten, backen, Töpfern und Volkstänze mit Erläuterungen. Die verschiedenen Baustile aus den Regionen Norwegens haben es uns besonders angetan. Es ist auch ein Stadtteil mit einer alten Tankstelle, Apotheke, Laden, Bank und Stadthäusern wieder aufgebaut. Die Jungtourer fanden es so spannend, dass wir fast nicht aus dem Museum wegkamen.

Die Tage in Oslo sind schön sonnig, das tut nach den kalten Regentagen gut. Bevor am Montag die Fähre geht, besuchen wir noch das Fram-Museum. Das Schiff ist imposant, aber ansonsten ist das Museum mittlerweile ziemlich veraltet. Neben dem Fram-Museum befindet sich eine Schiffswerkstatt der Schifffahrtsmuseums, in welcher alte Schiffe restauriert und nachgebaut werden. Unsere gwundrigen Blicke durch die Schaufenster werden von den Handwerkern registriert und prompt werden wir eingeladen, ihnen bei der Arbeit zuzusehen und unsere Fragen zu beantworten.

Gegenüber sehen wir schon unser Schiff nach Kiel und es ist Zeit, uns zum Hafen aufzumachen.


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